AFF Theorie-Kurs

19.05.2008

Nach Monaten der Vorfreude geht es nun endlich los! Ich hatte mich ja bereits im Februar für den AFF-Schnuppersprung bei Sky-Fun in Grefrath angemeldet. Aufgrund von terminlichen Engpässen und anderen ärgerlichen Ereignissen (Siehe vorheriger Eintrag) zog sich diese Wartezeit nun bis mitten in den Mai.

Aber was lange währt wird endlich gut!

Samstag
Da es am Samstag durchgängig bewölkt und teilweise regnerisch war blieben wir (insgesamt fünf Schüler) den ganzen Tag im Schulungsraum. Dort lernten wir das Material kennen, die richtige Freifallhaltung, das Notfallverfahren, richtiges Verhalten während der Schirmfahrt, die Planung und Durchführung des Landeanflugs, richtiges Verhalten bei Landungen in Bäumen, auf Dächern, etc. und das richtige Verhalten bei Öffnungsfehlfunktionen. Kurz um im Grunde alles, was wir für unseren Level 1 Sprung wissen müssen.
Die Zeit verging recht schnell und interessant war es allemal.
Besonders interessant finde ich aber die Tatsache, dass man bei ziemlich vielen Öffnungsstörungen den Reserverschirm ziehen soll. Im Grunde machte das gefühlt den halben Theorie-Tag aus: "Dein Schirm geht auf und hat Öffnungsstörung X Y Z, was machst du?" - "Notfallverfahren..." Was man dann natürlich auch direkt als Trockenübung mit den entsprechenden Griffen durchführen sollte.

Ich muss auch zugeben, dass es etwas komisch ist einen Sport zu erlernen bei dem man sich von Anfang an bewusst ist, dass eigenes Fehlverhalten mit ziemlicher Sicherheit zu Verletzungen, bzw. zum Tod führen kann!
Allerdings wird man ja auf etliche Notsituationen vorbereitet, man hat immer einen Reserveschirm dabei, und es gibt ein Sicherheitssystem am Fallschirm, dass im Falle von Bewusstlosigkeit immer noch den Reserveschirm auslöst, wenn man zu schnell unter eine bestimmte Höhe sinkt.

Insgesamt sehe ich das ganze deshalb nicht als gefahrlos an, ich denke aber, das man sich der Gefahr einfach ständig bewusst ist und deshalb einfach immer viel konzentrierter und aufmerksamer ist.
Wenn man sich z.B. vor dem Fußballspielen nicht aufwärmt, kann es leicht passieren, das man sich was zerrt; im Endeffekt macht man es aber trotzdem in gewissen Situationen nicht, was aber auch selten weitereichendere Fogen hat. Wenn man allerdings beim Fallschirmspringen z.B. beim Packen schon nicht ganz dabei ist, kann es zu einer echt lebensgefährlichen Situation kommen. Das weiß ich aber und bin mir dessen voll bewusst, weshalb ich immer bei der Sache sein werde...

Worauf es meiner Meinung also dabei ankommt ist nicht unbedingt Selbstbewusstsein sondern viel mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Sonntag
Am Sonntag war das Wetter ein wenig gnädiger, es regnete nicht mehr und ab Mittag kam die Sonne zum Vorschein und der normale Sprungbetrieb auf dem Platz ging los (hauptsächlich Tandemsprünge).

Für uns war Praxis angesagt.
Zunächst wiederholten wir nochmal alle Themen des vorangegangenen Tages in Form eines Test.
Danach ging es raus zum Üben des Landefalls. Wir sprangen also von einem Tisch auf den Boden und sollten uns dann auf eine gewisse Art abrollen.
Anschließend übten wir die richtige Haltung beim Exit aus dem Flugzeug. Dazu war der Ausstieg des Flugzeugs in den richtigen Maßen als Metall-Gestänge nachgebildet. Nach der Mittagspause ging es dann am Gurtzeug weiter. Dieses war in einem Container aufgehangen und man bekam schon mal ein Gefühl dafür, wie man später am Schirm hängt. Und eins kann ich sagen: Bequem ist anders... Besonders die Beingurte sind für Männer nicht sehr freundlich gestaltet...
Dann begaben wir uns noch zum Landeplatz um uns ein paar Landungen anzusehen.

Anschließend ging es noch an die Funkeinweisung. Wir bekamen alle die Springer-Helme auf und durften dann auf dem Platz herumlaufen, mit den Armen nach oben ausgestreckt, so als würden wir am Schirm hängen. Dann bekamen wir unsere Anweisung, wie "Suha, Suha, wenn du mich hören kannst mache eine 90° Drehung nach links", also linker arm runter, und eine 90° Drehung nach links ausführen... Sah von außen bestimmt sehr sehr witzig aus.

Damit war unser Theorie-Lehrgang beendet.

Wenn alles glatt geht und das Wetter mitspielt kann ich schon nächstes Wochenende springen. Die Vorfreude meinerseits ist riesig, noch nie war ich meinem Traum so nahe wie jetzt. In jeder freien Minute gehe ich meinen Sprung im Kopf durch und ich denke, dass ich mich ganz gut anstellen werde...

In einer Woche wissen wir mehr!


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